So war mein Mai 2023 – Monatsrückblick

von | Mai 29, 2023 | Rückblicke | 2 Kommentare

Dies ist mein 13. Monatsrückblick. Vor einem Jahr habe ich mit dem Bloggen angefangen – und kurz danach mit den Monatsrückblicken. Außerdem bin ich jetzt seit zwei Jahren 100% selbstständig.

Das alles wird mir erst jetzt so richtig bewusst – es war so viel los, dass ich nicht dazu kam, darüber nachzudenken.

Mein erstes Projekt als Sprecherzieherin für ein Theaterensemble ❤️

Ende April habe ich mein erstes Theaterensemble kennengelernt, das ich als Sprecherzieherin begleiten darf. Es ist das Ensemble der Produktion „Destination Love“ von Cactus Junges Theater. 10 Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen kulturellen Backgrounds, manche mit viel Bühnenerfahrung, andere noch am Anfang. Aber vor allem: ein warmherziges und offenes, quirliges und humorvolles Team junger Leute, die mich superherzlich willkommen geheißen haben.

Am 13. Mai gab es gleich einen Auftritt – ein Preview zu Destination Love in dem rostigen, sonnigen Rund des Gasometers in Münster. Wenn man dort spricht oder auf den Boden stampft, kommt ein Echo zurück. In der Mitte ist es am stärksten, aber sonst an jedem Ort anders. Das Publikum war überall im Raum verteilt und mein Ensemble dazwischen – eine Herausforderung, weil der Schutz der traditionellen Bühne fehlte!

Hier wurde in Text, Spiel und Tanz darüber nachgedacht, was Frieden bedeutet. Sogar das Publikum durfte sich mit eigenen Geschichten beteiligen, die von den Spieler*innen vorgelesen wurden. „Prima Vista“, also ohne den Text jemals vorher gesehen zu haben!

Vier junge Menschen und ich stehen in einem Kreis zusammen. Im Hintergrund die rostrote Wand des Gasometers in der Sonne.

Bevor es losgeht, machen wir noch ein Stimm-Warmup.

Der Blick nach oben im Gasometer: Wolken und der runde Umsiss von einem Gerüst.

Blick aus dem Gasometer nach oben. Es hat kein Dach!

4x Andy Warhol auf 1 Sofa

Am 7. und 14. Mai spielte ich „Repeating Warhol“ mit Theater en face. Eine Collage aus Andys Interviews, und die Band Holly´s Cat performte dazu die Songs von Lou Reed und John Cale über Warhols Leben.

Bei Andy Warhol drehte sich alles um Wiederholung, Serialität und das Kopieren von Originalen. So spielten wir Mitglieder der „Factory“, die vorgaben, Andy zu sein: 4x Andy auf einem ollen, schwarzen Sofa. Die Interviews laufen ins Leere oder nehmen ganz andere Formen und Richtungen an, als vom Interviewer geplant. Manchmal sagt Andy einfach gar nichts. Manchmal fordert er mit seinen Antworten die Kunstwelt heraus, die auf Originalität und inspirierte Genies aus ist.

Die Premiere fand im Theater Münster statt, im Rahmen des studentischen Theaterfestivals „Neue Wände“. Die zweite Vorstellung dann in der vertrauten Studiobühne. In meinen Augen war die zweite die bessere Vorstellung – aber dazu ein andernmal mehr 😉

Technikprobe im Theater Münster.

Eine Bühne: hinten zwei Musiker, eine Frau, die singt, und ein Mann mit Gitarre. Vorne drei Personen auf einem Sofa. Sie tragen weiße Perücken und Sonnenbrillen.

Und dann: Premiere!

Das Theater hat einen schicken Innenhof mit Ruine.

Eine Garderobe mit Tisch, Stuhl und Spiegel. Der Spiegel zeigt mich, in der Tür stehend, wie ich das Foto mache.

Spiegelselfie in der Studiobühne. Ich freue mich auf die zweite Vorstellung!

Blog your Purpose

Genau wie letztes Jahr, fand auch dieses Jahr Ende Mai wieder eine Blog-Challenge von Judith Peters statt. Das war letztes Jahr der Startschuss für meinen Blog. Diesmal wollte ich auch wieder dabei sein.

Das Thema „Blogge deine Bestimmung“ hat mich ganz schön herausgefordert. Ich bin nämlich nicht der Typ Mensch, der bei jeder Lebensentscheidung seine Bestimmung vor Augen hat. Trotzdem weiß ich meistens ganz genau, was ich will. Ich will das, was mir Freude macht, mich begeistert, mich anzieht. Was ich damit auf lange Sicht „mal werden kann“, interessiert mich wenig.

Doch im Nachhinein haben die Entscheidungen etwas mit meiner Bestimmung zu tun gehabt! Meinen ganzen Artikel mit dem Titel „Was ich als Sprecherin, Sprechtrainerin und Kommunikationspädagogin bewirken will“ findest du hier 🙂

Schatten auf einem Weg: Eine Person, Sonne, Blätter.

Ein Schattenbild am Tag, als die Challenge losging. Ich war erkältet und habe das meiste vom Sofa aus, mit Tee und Taschentüchern geschrieben.

Was im Mai sonst noch los war

Spaziergang im Nebel.

Ein Pappkarton voller Orangen, von oben fotografiert.

Im Mai gab es viele Orangen! Ich habe eine 6kg Kiste Bio-Orangen zum Geburtstag bekommen.

Eine Fensterscheibe, in der sich eine Person mit Teetasse spiegelt. Die Person ist draußen. Drinnen sieht man eine große Pflanze.

Spiel mit drinnen und draußen – ein Ruhemoment vor dem Sprechtraining.

Ich schaue in die Kamera, hinter mir sind so Halterungen zum Postkarten reinstellen. Mit Postkarten!

Da hinter mir sind meine allerersten Postkarten!!!

Drei große Kisten stehen in einem Treppenhaus, am Fuß der Treppe.

Die Flyer vom Stadtensemble sind da. Aber so viele?!

Flashback: Mai 2022

Unfassbar, was im Mai 2022 alles los war! Mein Blog ist online gegangen und ich habe meinen „Wie ich wurde, was ich bin“ Artikel veröffentlicht. Ich habe im Amtsgericht „Die Ermittlung“ gelesen und stand Nachts Gedichte rezitierend im Schlosspark. Dann hat „~ Im Strom“, unser Theaterstück über psychische Krisen in der Literatur Premiere gefeiert, und ich war zum ersten Mal Live bei Instagram. Außerdem durfte ich meine ersten künstlerischen Sprechtrainings geben – die Wort & Stimme Trainings, die damals noch gar nicht so hießen 🙂

So lief es im Mai mit der Langsamkeit

Obwohl der Mai zu meinen Lieblingsmonaten gehört, und ich das Wachsen und Grünerwerden draußen in der Natur genieße, war ich ständig müde. Vielleicht war das einfach der Ruf nach Ausgleich und Ruhe zwischen all den Ereignissen. Ich bin ihm gefolgt und habe es genossen, nichts zu tun, spazieren zu gehen und zu lesen.

Auf einer tieferen Ebene habe ich aber auch Schnelligkeit bemerkt. Wie schwer es mir fällt, etwas ausgiebig wahrzunehmen! Ich schaue (oder spüre) kurz hin, und schon bin ich wieder im Kopf, mache mir einen Reim drauf, ziehe irgendwelche Schlüsse. Bei etwas bleiben. Das ist gar nicht so leicht.

Einen Impuls zur Langsamkeit bekam ich durch das Buch „Little Stories of your Life“ von Laura Pashby. Ich habe es bei Marita Eckmann entdeckt 🙂 Es geht um achtsames Geschichtenerzählen mit Worten und Fotos. Ich fotografiere ja ganz gern, aber ich merke auch: Wenn ich fotografiere, sehe ich weniger. Das hat schon oft dazu geführt, dass ich von einem Urlaubstag 1000-e Fotos habe, und vom nächsten gar keine – es fiel mir irgendwann auf, und ich habe mich fürs Sehen entschieden. Beides ging nicht.

Aber jetzt, mit den Impulsen im Buch, habe ich gemerkt, dass ich doch beides kann. Ich nehme mir zuerst Zeit, um zu schauen. Den Moment auf mich wirken zu lassen. Und dann wähle ich mein Motiv. Das macht mein Fotografieren auf angenehme Weise langsamer. Gleichzeitig nehme ich bewusster wahr und mache wenige, Fotos, aber schöne.

Blick nach oben in einem Treppenhaus. Oben ist ein Fenster. Jemand steigt gerade die Treppe hoch.

Momentaufnahme auf dem Rückweg von einem Spaziergang.

Das habe ich im Mai gebloggt

Was will ich als Sprecherin, Sprechtrainerin und Kommunikationspädagogin bewirken? Mein Bestimmungs-Artikel in der „Blog your Purpose“ Challenge 🙂

Das gute Gespräch – Herz & Zunge Folge 16. Was ist eigentlich ein gutes Gespräch? Woran erkennt man es? Und was macht man, wenn ein Gespräch nicht gut läuft? Darum geht´s im Artikel und in der Podcastfolge.

Ein Tag im Mai 2023 – 12 von 12. Ich habe zum zweiten Mal an der Blogparade „12 von 12“ von Draußen nur Kännchen teilgenommen und meinen 12. Mai in 12 Bildern dokumentiert.

Geschlechterrollen in der Kommunikation – Herz & Zunge Folge 15. Im Blogartikel geht es um die Frage, ob Frauen und Männer unterschiedlich kommunizieren, und wenn ja was man daraus schlussfolgern kann. Und was nicht.

Meine Pläne für den Juni

Am 3., 4., 10. und 11. Juni findet das Stadtensemble-Projekt „Reise zum Ende vom Ende der Welt“ statt. Unsere monatelange Planung zahlt sich endlich aus! Wir lassen vier temporäre „Reisezentren“ entstehen. Von dort aus kann man wirklich eine Reise durch die Stadt unternehmen – zwei Busrouten und eine Fahrrad-Route verbinden jeweils vier kurze Theaterstücke. Thematisch dreht sich alles um die Frage, wie wir es schaffen, einen hoffnungsvollen und engagierten Blick in die Zukunft zu entwickeln.

Plakate vom Stadtensemble, in türkisgrün, mit einem Bus drauf.

Das Motiv mit dem Bus – das sind wir!

Außerdem darf ich endlich wieder eine SanftMut Session geben, und ich werde im ehemaligen Wohnhaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff aus einem Kinderbuch vorlesen.

Ich wünsche dir einen schönen Übergang vom Mai in den Juni! Wenn du in Zukunft keinen Rückblick mehr verpassen willst, trage dich einfach für meinen Newsletter ein 🙂

Alles Liebe
Deine Paula

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Übungen, Tipps und Denkanstöße rund um meine Lieblingsthemen:

- selbstbewusste Kommunikation -
- introvertierte Stärken -
- Stimm- und Sprechtraining -

Was passiert mit meinen Daten?

2 Kommentare

  1. Marita

    Danke für den Einblick in Deinen Monat!

    Herzlichen Glückwunsch zu 12 Monaten Bloggen 🙂 und das Projekt im Gasometer hört sich mega spannend und sehr kreativ an – wow! Ich liebe übrigens das Foto im Nebel, das ist sooo schön und stimmungsvoll.

    Auf Deinen Purpose-Beitrag bin ich schon sehr gespannt. Ich lag während der Challenge mit Fieber im Bett und irgendwie ist es mir der Einstieg ins Thema noch nicht gelungen. Und das obwohl sich schon immer alles um genau dieses Thema dreht. Verrückt.

    Oh! Du hast Dir das Buch „Little Stories of your life“ geholt? Wie schön. Ich liebe dieses Buch, es entspannt mich schon beim Lesen. Ich hole es immer mal wieder raus.

    Ich wünsche Dir einen tollen Juni und werde Deinen Purpose-Beitrag dann lesen, wenn meiner fertig ist. Ich will mich nicht „ablenken“ lassen 🙂

    Liebe Grüße,
    Marita

    Antworten
    • Paula

      Liebe Marita,

      vielen Dank für dein Feedback! Ja, ich stehe auf Nebel – vielleicht hat mich das Buch und der Account der Autorin auch deshalb so angesprochen 😉

      Wer weiß, vielleicht fällt Dir der Einstieg ins Thema ja gerade deswegen schwer – weil es DEIN Thema ist, und deshalb auch viel dranhängt, viele Gedanken, Erkenntnisse, vielleicht Erwartungen… vieles was erstmal sortiert werden muss?

      Ich bin jedenfalls gespannt auf Deinen Purpose-Artikel und halte Ausschau danach!

      Viele liebe Grüße und bis bald
      Paula

      Antworten

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