So war mein April 2026: Veränderung pur!

Apr. 27, 2026 | Rückblicke

So viel Neues und Aufregendes gab es im April! In meinem Alltag als Sprechtrainerin kündigt sich eine große Veränderung an. Ich habe ein ganz neues Workshopkonzept getestet und eine Reise nach Baden-Württemberg gemacht. Und weil der April so wahnsinnig grün und blühend ist, kriegst du in diesem Monatsrückblick ganz viele Fotos zu sehen 😅

Liebe auf den ersten Blick und eine große Veränderung: Mein neuer Raum für das 1:1 Sprechtraining

Im März-Rückblick habe ich über meinen Wunsch nach einem Raum geschrieben: einem festen Raum für meine 1:1 Sprechtrainings. Und dass ich mir einen Raum angeschaut und, von meiner Seite aus, eine Entscheidung dafür getroffen hatte. Im April hat sich dann herausgestellt: Das klappt! Ich werde Mieterin bei Kompanera e.V. in Münster, in der Schorlemerstr. 6, und darf ab 1. Mai immer Mittwochs einen superschönen Beratungsraum nutzen ☺️

Ein warm erleuchteter Raum mit zwei Sesseln, Pflanzen und einem Fenster + Tür zum Balkon.
Hier finden ab 1. Mai meine 1:1 Sprechtrainings statt.

In diesen Raum habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Ich hatte ihn im Newsletter von Kompanera e.V. entdeckt und mich sehr spontan gemeldet – obwohl die Suche nach einem Raum in meinem Kopf eher noch Zukunftsmusik war. Doch inzwischen bin ich mir sicher, dass der Zeitpunkt richtig ist. Erstens, weil es sich einfach goldrichtig anfühlt (wenn auch aufregend und groß). Und zweitens, weil meine Rechnungen beim bisherigen Raum seit einer Weile den Betrag übersteigen, den ich hier pro Monat bezahle.

Diese Woche hole ich meinen Schlüssel ab und bringe ein paar Sachen hin. Am 6. Mai ist dann der erste Arbeitstag im Raum. Trainings sind für diesen Tag noch keine geplant, ich werde ihn zum Ankommen und planen nutzen. Bis ich die meisten Trainings wirklich von den bisherigen Trainingstagen (Donnerstag und Freitag) auf Dienstag (online) und Mittwoch (Präsenz) umgepolt habe, wird es noch ein klein bisschen dauern.

Denkst du über ein 1:1 Sprechtraining für Bühne, Business oder Studio nach, kannst aber auf keinen Fall Mittwochs? Du kannst dich gerne trotzdem bei mir melden. Ich bleibe weiterhin sporadische Mieterin am bisherigen Ort, bei den Wegebegleiter:innen in der Hammer Str. 13. So kann ich auch mal andere Termine einrichten. Und: bei den Wegebegleiter:innen gibt es einen Aufzug, das ist im neuen Raum nicht der Fall. Wenn das für dich wichtig ist, sprich mich ruhig darauf an. Dann planen wir unsere Termine einfach dort.

Dein Stil. Deine Stärken. – Mein erster Kommunikationsworkshop für Introvertierte

Im April hat mein allererster Kommunikationsworkshop für Introvertierte stattgefunden. Das war aufregend! Die Idee begleitet mich nämlich schon lange: seit ich 2021, nach einer Pause, wieder neu in meine Selbstständigkeit als Sprechtrainerin gestartet bin. Nach einigen Schleifen und (sehr lohnenswerten) Umwegen hat es nun endlich gepasst: richtige Zeit, richtiger Ort. Und sehr richtige Menschen 🙂

Vorfreudig und aufgeregt, auf dem Weg zu meinem Workshop.

Manche Teilnehmer*innen hatten noch ein inneres Fragezeichen: Bin ich introvertiert? Für andere war es ganz eindeutig. Aber eins hatten wir alle gemeinsam: Unsere introvertierten Eigenschaften kamen uns früher wie etwas schlechtes vor. Erst nach und nach, in den letzten Jahren, haben wir angefangen, diese Haltung zu hinterfragen und etwas Positives darin zu sehen.

Im Workshop haben wir diesen Eigenschaften ganz viel Raum gegeben. Wir haben…

  • uns Fragen aus einem Intro-Extro-Test gestellt und ganz viele Gemeinsamkeiten entdeckt (und auch ein paar Unterschiede)
  • uns verschiedene Definitionen von Introvertiertheit angeschaut (eine fanden wir richtig unverschämt!)
  • uns mit unseren introvertierten Stärken beschäftigt und einen Stärken-Spaziergang gemacht
  • Übungen für die Stimme und fürs freie Formulieren gemacht, wobei ich komplett die Zeit vergessen habe. Upsi! Ich war in meinem Element…
  • die Vorstellungsrunde einfach auf das Ende des Workshops verschoben 🙂

Wenn ich die Teilnehmenden alleine oder zu zweit mit einer Aufgabe losschickte, blieb ich zurück und fragte mich: „Wie geht es ihnen? Finden sie es interessant? Können sie was damit anfangen?“ Ich konnte es nicht einschätzen und mein Kopf wollte gleich davon ausgehen, dass sie es nicht mögen.

Aber ich sagte mir: „Warte ab. Halte aus, dass du es nicht weißt. Mach es einfach so gut du kannst, am Ende wirst du es herausfinden.“

Und tatsächlich konnten sie was damit anfangen. Was mich am meisten berührt hat, das war die Rückmeldung, dass sie sich sicher fühlten. Dass sie das Gefühl hatten, sie selbst sein zu können. 

Weißt du was? Für mich war es auch so. Ich habe bei diesem Workshop gemerkt, dass ich mir erlaube, mehr ich selbst zu sein. Dass ich nicht versuche, allzeit souverän und selbstbewusst zu wirken. Dass ich mich weniger beobachte und mehr sein lasse

Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, diesen Workshop zu geben. Ich glaube nämlich, je mehr von uns Intros anfangen, sich auf eine freundliche, neugierige Weise mit ihrer Introvertiertheit zu beschäftigen und eine neue Haltung vorzuleben, desto mehr wird es uns gelingen die alten Vorurteile auch gesellschaftlich über Bord zu werfen.

Die Vorbereitung hat sich gelohnt!

Netzwerken als Introvertierte beim Blogger*innen-Barcamp

Und dann war da noch das Live-Treffen der Online-Blogcommunity „The Content Society“ von Judith Peters. Ich bin sein Januar in ihrer Community und krempele mit ihrer Hilfe meinen Blog und meine Website um. Beziehungsweise: Bringe wieder Leben rein. Für das Live-Treffen habe ich sogar einen Workshop verschoben. Ich wollte unbedingt dabei sein!

Wir haben uns in Horb, einer Kleinstadt am Neckar getroffen, mit mittelalterlichen Gebäuden und überall Treppen, weil die Stadt auf beiden Seiten des Neckars so in den Hang gebaut ist. Auch das Treffen selbst war in einem alten Gebäude: Dem ehemaligen Franziskanerinnenkloster. Dort habe ich einige Menschen „in echt“ kennengelernt, die ich online schon etwas kannte – und gestaunt, weil sie entweder größer oder kleiner waren als gedacht. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich eine gewissen Vertrautheit spüre, auch wenn man sich „nur“ online kennt.

Das Treffen selbst war ein Netzwerktreffen, zum Kennenlernen, Austauschen und Themen besprechen, die einem unter den Nägeln brennen. Und es war ein Barcamp. Hier schreibe ich, was das ist und wieso ich dieses Format – gerade als Introvertierte – liebe. In aller Kürze: Bei einem Barcamp gestalten die Teilnehmenden das Programm. Wer will, bietet einfach eine „Session“ zum eigenen Thema an. Meine war ein Workshop zum Thema „Vor Menschen reden mit mehr Ruhe & Gelassenheit“.

Die Session, die mich am meisten bewegt hat, war die von Generose Sehr zum Thema People Pleasing – Generose bringt gerade ein Buch zu diesem Thema heraus. In der Session haben wir uns einem inneren Anteil zugewandt, den wir mit unseren People-Pleasing-Mustern in Verbindung bringen. Ich bin diese Art der Arbeit nicht so gewöhnt. Deshalb war ich überrascht, wie schnell und bereitwillig sich etwas (oder jemand) zeigte. Wie klar die Antworten waren. Und welche Gestalt meine inneren Anteile annehmen ☺️ Aber das schreibe ich hier nicht hin. Wenn du mich im Gespräch danach fragst. erzähle ich es vielleicht.

Nach der Session von Generose brauchte ich erstmal eine Pause. Ich ging spazieren und fand ein paar schöne Plätze in der Nähe des Klosters. Später gab es noch eine sehr coole Session zum Thema Wut und eine zum Personal Branding auf bhuddistisch. Nur doof, dass ich die Session von Stefanie Liedtke (music-warriors.com) verpasst habe. „Aikido-Moves für innere Stärke“ hätte ich als langjährige Aikidoka unbedingt mitmachen wollen. Aber sie fand parrallel zu meiner eigenen statt – ein klassisches Barcamp-Problem. Dafür haben wir uns ausgetauscht und festgestellt, dass wir und schonmal begegnet sind: vor einem Jahr in Tschechien, beim Vasiljev-Training!

Alles in allem war das ein sehr rundes Barcamp, mit großartigen Menschen (und einem Hund), leckerem Essen und ganz viel Herzblut, sowohl von Judith und ihrem Team als auch von den Teilnehmerinnen.

Quatschfoto: Hab ich den Begriff irgendwie anders verstanden als die anderen? 😅

Was im April 2026 sonst noch so los war

  • Ich habe über den Frühling gestaunt. Meine Spaziergänge sind wieder mehr geworden und die Taichi/Qigong-Gruppe, zu der ich gehe, hat sich nach draußen verlagert.
  • Das Ensemble von „Widersteh dich!“ bei Cactus Junges Theater hat eine Woche intensiv geprobt. Ich habe sie besucht und war ganz begeistert, was sich in den letzten vier Wochen entwickelt hat.
  • Ich habe meinen ChatGPT-Account gelöscht, weil die Firma OpenAI sich auf einen fragwürdigen Deal mit dem Pentagon eingelassen hat.
  • Ich war beim allerersten Netzwerktreffen Körper & Praxis in Münster und habe ganz tolle Gespräche geführt. Und einen Alexandertechnik-Impuls mitgenommen: Lass deinen Hals frei sein. Wahnsinn, was das im Alltag macht, nur dieser eine Gedanke!
  • Auf dem Balkon sind Erdbeeren und Petersilie eingezogen.
  • Ich bin zu einem Atelier im Naturschutzgebiet gefahren, weil mein Mann da eine Lesung hatte 🙂
  • Tee des Monats April 2026: Earl Grey. (Während ich das schreibe fällt mir ein, dass ich meinen Tee in der Küche vergessen habe… Passiert dir das auch so oft?)

Neue Blogartikel im April 2026

Ausblick auf den Mai 2026

  • Am 2. Mai findet mein Workshop Entspannt sprechen & Auftreten statt, den ich mit Laura Reher zusammen gebe. Wenn du gerne entspannt(er) vor Menschen reden willst, komm doch spontan dazu!
  • Am 9. Mai lesen wir unser Schauerromantik-Programm Gespenstertee in Steinfurt-Borghorst. Sag Bescheid, wenn du kommen willst! Es ist eine Wohnzimmerlesung und wir haben noch Plätze frei.
  • Mein Stimmworkshop GROW YOUR VOICE | Kraftvoll sprechen & gehört werden findet am 16. Mai im Dreiraum statt.
  • Die nächste Voice-Werkstatt ist am Dienstag, 26. Mai, 11.30-13.00 im Kreativ-Haus.
  • Immer Mittwochs gebe ich 1:1 Sprechtrainings im neuen Raum. Ich freue mich!
Hi, ich bin Paula.

Hi, ich bin Paula.

Als Sprechtrainerin für Bühne, Business & Studio arbeite ich mit Menschen, die richtig gut sprechen wollen. Ich stehe mit Lesungen auf der Bühne und bin Sprecherin für Hörbücher & mehr.

Willst du mehr über mich erfahren?

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2 Kommentare

  1. Anett Enderlein

    Liebe Paula,

    herzlichen Glückwunsch zum neuen Raum. Die unruhigen Gedanken, während ein neues Angebot zum ersten Mal läuft, kenne ich auch sehr gut. Ich glaube, das wird mich auch immer irgendwie begleiten. Aber umso schöner ist dann auch das positive Feedback, oder?

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Mai und viel Freude bei allem was du tust.

    Alles Liebe
    Anett

    Antworten
  2. Sona Terlohr

    Liebe Paula, vielen Dank für die vielen schönen Fotos 😊 Dein neuer Raum sieht wirklich toll aus – den hätte ich auch sofort gemietet. Ich wünsche Dir einen tollen Start und viel Erfolg! Was Du über das Netzwerktreffen und dem Barcamp erzählst klingt großartig – und auch hier so viele schöne Bilder! – vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr auch? Die Energie und Motivation solcher Treffen, die Inspirationen und vielleicht auch den Mut, Ideen nun endlich anzugehen und ins Tun zu kommen – super! Ich konnte es beim Lesen spüren.
    Herzliche Grüße aus Bremen,
    Sona

    Antworten

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