Ich fand noch nie einen Februar so kurz. Dabei sind es nur 2-3 Tage weniger. Die haben sich für mich wie eine Woche angefühlt. Mindestens! Vielleicht kommt das aber auch, weil ich im Februar eine ganze Woche unterwegs war und mir viel neue Inspiration fürs Stimmtraining geholt habe 🙂
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Endlich Linklater: Eine Stimmfortbilung in Hamburg
Ich habe an einer Fortbildung teilgenommen: Einblicke in die Linklater-Stimmarbeit bei Morena Bartel. Es war nicht mein erster Kontakt mit der Methode, aber doch der erste ausgiebige. Und es war toll!
Bei Linklater geht es nicht darum, die Stimme zu technischer Virtuosität auszubilden. Die Grundannahme ist: Wir haben alle eine Stimme, die all das ausdrücken kann, was wir wollen. Diese Stimme ist schon da. Es kann aber sein, dass sie von körperlichen und mentalen Blockaden (Verspannungen, innere Verbote, gesellschaftliche Regeln) daran gehindert wird. Und darum geht es: die Stimme zu befreien, damit sie sich wieder echt und authentisch ausdrücken kann.

Im Workshop haben wir ganz viel mit Seufzern gearbeitet, denn Seufzen ist Loslassen – körperlich, stimmlich und emotional. Außerdem ging es um…
- den Atem und unseren natürlichen, autonomen Atemrhythmus
- innere Bilder und Körperübungen, die helfen, Körper und Stimme zu verbinden
- Kontakt miteinander und mit der Welt
Mein Lieblingszitat im Moment:
„Inspiration ist ein anderes Wort für Einatmen, und das ist doch schön: wir haben die ganze Zeit Einfälle, wenn wir atmen, wir werden inspiriert“.
Morena Bartel
Und ja, ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon ein bisschen was aus dem Workshop ausprobiert hätte – in der Voice-Werkstatt, im 1:1 und mit meinem Ensemble bei Cactus Junges Theater. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Ich war sogar richtig überrascht, wie schnell die Teilnehmenden sich auf die Arbeit einlassen konnten und eine Wirkung spürten.
Ein Wunsch-Workshop für eine wundertolle Gruppe: SHOW YOUR VOICE 2
Die Workshopsaison hat angefangen. Aber bevor es mit meiner bewährten Workshopreihe losgeht, habe ich im Februar einen Fortsetzungsworkshop gegeben. Die Teilnehmenden von SHOW YOUR VOICE | Dich zeigen & in Verbindung kommen, letztes Jahr im September, hatten sich das gewünscht. Also haben wir einen Termin festgelegt und die Teilnehmenden konnten mir ihre Wünsche schicken. Soweit so gut.
In der Woche vor dem Workshop merkte ich plötzlich: irgendwie bin ich ganz schön angespannt. Ich bin ein ganzes Stück aufgeregter als sonst!
Vielleicht war es, weil ich nach der Winter-Workshoppause erstmal wieder reinkommen musste. Oder weil ich nicht auf ein bewährtes Konzept zurückgreifen konnte, sondern alles neu erfunden hab. Jedenfalls wurde es mit der konkreten Vorbereitung immer besser. Am Morgen selbst war dann einfach Vorfreude da – Aufregung in Vorfreude zu verwandeln, hatte geklappt 😊
Der Workshop selbst war dann einfach schön. Das sind die Themen, an denen wir gearbeitet haben:
- Stimme – kraftvoll, laut und trotzdem weich, ohne in etwas schrilles oder angestrengtes zu kippen
- Vor einer Gruppe sprechen – und sich dabei fühlen, authentisch sein und gleichzeitig souverän; alle Menschen im Raum mit der Stimme erreichen
- Gespräch – Fragen stellen, Position beziehen, Kritik üben auf eine Art, die jemand annehmen kann
Es wurde sogar der Wunsch nach noch einer Fortsetzung geäußert 😯 Mal gucken, vielleicht gibt es auch noch SHOW YOUR VOICE 3 dieses Jahr!

Ende Februar wird alles zu viel: ich bin krank und erleichtert
Ende Februar hätte nochmal richtig viel angestanden: Mein Schnupperworkshop in der VHS Münster, die Führerscheinprüfung, mein Selbstsicherheitstraining für Frauen und noch mehr. Immer wenn ich in den Kalender sah, war ich gestresst. Ich hatte schon 2 Wochen nicht gut geschlafen. Aber zugleich war mir all das wichtig, ich konnte mir nicht vorstellen, etwas davon abzusagen.
Dann wurde ich krank. Eine heftige Erkältung kündigte sich an und wurde immer stärker. Jetzt musste ich absagen.
Nachdem die ersten fiesen Nächte überstanden waren, merkte ich plötzlich: Ich kann wieder schlafen. Tief und fest und erholsam. Es tat mir gut, für einen Moment frei von Verpflichtungen zu sein. Und da schloss ich Frieden mit meiner Erkältung. Ich hatte mir zu viel aufgeladen und sie hatte „Stop!“ gesagt.

Traurig ist es vor allem um das Selbstsicherheitstraining, das am Ende nicht wegen Krankheit abgesagt wurde, sondern weil sich zu wenige Teilnehmerinnen angemeldet hatten. Doch die Angemeldeten hatten sich darauf gefreut und eingestellt. Das finde ich immer schade. Deswegen wünsche ich mir, dass in diesem Jahr alle meine Workshops zustandekommen!
Und das bedeutet auch, dass ich dringend mit meiner Werbung vorankommen muss. Etwas, das im Februar leider ein bisschen liegen geblieben ist.
Was im Februar 2026 sonst noch so los war…
- Ich habe ein paar sehr schöne 1:1 Sprechtrainings gegeben, ein Kennenlerngespräch geführt und einige neue Anfragen erhalten 🥰
- Vor der Fortbildung in Hamburg habe ich ein paar Tage bei meiner Familie verbracht, in Bremen.
- Die Führerscheinprüfung habe ich zum 2. Mal nicht bestanden. Ich bin aber diesmal schon deutlich weiter gekommen.
- Der Förderantrag für unser Frauen-Poesieprojekt auf deutsch und Ukrainisch wurde nicht bewilligt. Im Jahresrückblick 2025 hatte ich davon erzählt. Jetzt müssen wir neu sortieren.
- Ich war 0 mal Schwimmen und hatte überhaupt weniger Bewegung und mehr Verspannungen als im Januar.
- Die 2. Offene Voice-Werkstatt war wunderschön. Wir hatten das Thema „Loslassen“ und es ist noch eine neue Teilnehmerin dazugekommen. Mein Eindruck ist: obwohl es sehr unverbindlich ist, ohne Anmeldung und so, kommen Menschen gerne und regelmäßig. Jetzt freue ich mich total auf Voice-Werkstatt Nr. 3: am am 24. März, 11.30-13 Uhr im Kreativ-Haus.




Tee des Monats
Früchtetee – das hat sich aber erst ganz zum Schluss herauskristallisiert, denn: im Februar habe ich alle möglichen Tees getrunken.
Kaffee dagegen nicht so viel. Ich glaube sogar: nur zwei. Nachdem ich gelesen hatte, wie lange Kaffee im Körper wirken kann, hatte ich den Verdacht, dass er bei meinem unruhigen Schlaf eine Rolle spielt. Also habe ich ihn meistens weggelassen. Eine große Kaffeetrinkerin war ich aber noch nie, deshalb ist das für mich keine so große Anstrengung.
Neue Blogartikel im Februar 2026
Ich habe die 100 Artikel erreicht! Das hatte ich mir im Januar schüchtern fürs ganze Jahr vorgenommen.
Außerdem war im Februar die Bloggdekade. Das ist eine Aktion in dem Kurs „The Content Society“, an dem ich teilnehme. Das Ziel: 10 Blogartikel in 10 Tagen schreiben – oder so viele, wie man sich vornehmen will. Bei mir waren es 5!
- 7 Sachen, die ich 2026 in meiner Selbstständigkeit als Sprechtrainerin anders mache
- So war mein Januar 2026: Mutexplosion und Freude
- Was ist ein Click beim Mikrofonsprechen?
- 5 Strategien für weniger Clicks und Spuckegeräusche am Mikro
- Der 1. Gespenstertee: Ann Radcliffe trifft Annette von Droste Hülshoff
- Was sind Kadenzen beim Sprechen?
- Meine Stimmroutine im Februar 2026 und was ich auf dem Weg dahin gelernt habe
- Was Introvertiertheit nicht heißt: 3 Missverständnisse über Introvertierte
- 7 häufige Anfängerfehler beim Mikrofonsprechen – und wie du sie vermeidest
Ausblick auf den März 2026
- Im März habe ich keine Kapazitäten mehr für neue 1:1 Trainings. Ich arbeite aber weiter mit den bestehenden Teilnehmer*innen 🥰 Neue Menschen im 1:1 begrüße ich ab dem 13. April.
- Meine Werbung für die Workshops schiebe ich gleich in der ersten Märzwoche an. Das wird Zeit!
- Ich bin zum 2. Mal bei der Freilichtbühne Melle zu Gast. Wir machen einen Workshop zum Thema „Sprechen auf der Bühne – Fokus Artikulation“.
- Ich nehme an einem Netzwerkevent für Künstler*innen teil. Außerdem gibt es Netzwerktreffen im Kulturquartier und bei den Wegebegleiter:innen – beides Orte, die ich gerne für Trainings und Workshops nutze.
- Ich werde mir einen möglichen Ort für unsere „Gespenstertee“-Lesung anschauen.
- Ich sorge im März ganz bewusst für Ruhe und Me-Time. Außerdem will ich draußen sein, den Frühling genießen und meine Stimmroutine wieder aufnehmen.
- Am 28. März findet mein Workshop KNOW YOUR VOICE | Deine Stimme kennen & lieben lernen statt. Von 9 bis 13 Uhr im Dreiraum, es sind noch Plätze frei! Die Anmeldung funktioniert ganz einfach per E-Mail.





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