Der Mai 2022 stand im Zeichen dieses Blogs! Am 25. Mai hat er das Licht der Welt erblickt und in den Tagen davor konnte ich mich kaum noch auf irgendetwas anderes konzentrieren. Außerdem hatte ich im Mai Auftritte als Sprecherin. Das liebe ich sehr, aber durch die vielen Probenwochenenden war es auch ein anstrengender Monat. Umso mehr freue ich mich im Juni über die Erholung an wirklich freien Wochenenden! Jetzt kann ich das Erlebte verarbeiten und mich über die schönen Erinnerungen freuen, die der Mai hinterlassen hat.

Mein Blog geht online!

Dieses Projekt kreist schon länger in meinen Gedanken. Im Februar konnte ich es bereits am Horizont erkennen, im März habe ich dann meine Webdesignerin gefragt, wie aufwändig es wäre, meine bestehende Webseite um einen Blog zu erweitern. Am 10. März schrieb ich ihr:

Das Thema Blog interessiert mich. Ich bin schon zu 90 % entschieden, dass ich das machen möchte.

Ungefähr gleichzeitig fing ich an, Artikel zu schreiben – ich wollte ausprobieren, ob mir das Spaß macht und war von Anfang an Feuer und Flamme! Im April habe ich ihr den Auftrag erteilt, im Mai konnte ich meine vorgeschriebenen Artikel hochladen und seit dem 25. Mai ist er online. Der erste Artikel ist aber auf den 13. Mai datiert – da hatte ich Geburtstag und die Idee, dass das auch mein Blog-Geburtstag ist, gefiel mir irgendwie 🙂

Um die Geburt meines Blogs zu feiern und gleich richtig loszulegen, nahm ich dann in der Woche vom 23.-29. Mai an der BoomBoomBlog Challenge von Judith „Sympatexter“ Peters teil. Das war eine tolle Erfahrung: hunderte Menschen schrieben zeitgleich an ihren Blogartikeln zum Thema „Wie ich wurde, was ich bin“. In der Facebookgruppe gab es jeden Tag ein Live-Video mit Judith und die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, Feedback und Support bei Technikproblemen zu bekommen. Das hat nicht nur Spaß gemacht, meine Motivation zu bloggen ist sogar so sehr gestiegen, dass ich mir vorstellen kann, jede Woche einen Artikel zu veröffentlichen.

Da bin ich noch klein, vielleicht 5 Jahre alt, und schaue durch ein Vergrößerungsglas in die Kamera.

Der spannendste Teil der Blog Challenge war die Recherche nach alten Bildern. Dieses mag ich besonders, und ich war überrascht, dass ich auf sehr vielen Kinderbildern bunt geschminkt bin.

Es gibt aber noch eine Person, die mich bei der Entstehung meines Blogs unterstützt hat: Mim von still & sensibel. Mim hatte schon mehrere Blogs und hat sogar ein Fernstudium zum Blogger gemacht. Auf still & sensibel geht es unter anderem um das Bloggen und warum es ideal für Introvertierte ist, die sich selbst annehmen und lieben lernen wollen. Mim hat mein Projekt von den ersten vorsichtigen Gedanken an begleitet, mir immer wieder Mut gemacht und hilfreiche Tipps für die Vorarbeiten und das Schreiben gegeben. Dafür bin ich dankbar! Ich glaube, ohne Mims Support wäre ich nicht so schnell und mit so viel Spaß und Leichtigkeit ins Schreiben gekommen.

Die Bühne ruft – 7 Proben und 4 Aufführungen

Der Mai war sehr durch meinen Arbeitsbereich Sprechkunst geprägt. Ich habe an Proben und Aufführungen von insgesamt drei Projekten teilgenommen:

Die Ermittlung fand am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus statt. Das Stadtensemble, für das ich auch als Projektleiterin tätig bin, hat zu diesem Anlass eine 24-h Lesung des Stücks „Die Ermittlung“ von Peter Weiss durchgeführt, ein dokumentarisches Theaterstück über den ersten Frankfurter Auschwitzprozess. Diesen Text zu lesen, war schwer, aufgrund der Dinge, die da beschrieben werden. Gleichzeitig habe ich dadurch noch mehr über die Zeit gelernt, und ich finde es wichtig, die Erinnerung aufrecht zu erhalten. Eine Herausforderung war das Projekt übrigens auch, weil ich mit dem Lesen zwischen 4 und 8 Uhr morgens dran war. Das ist mal so gar nicht meine Zeit!

Am 14./15. Mai fand dann die Aktion (Ge)Dicht an die Nacht statt, ebenfalls ein Stadtensemble-Projekt. Hier haben wir Gedichte zum Thema „Nacht“ vorgetragen. Ich habe 2018 in meiner Abschlussprüfung zur Sprecherzieherin DGSS ein Programm zu diesem Thema erarbeitet, daher war ich perfekt vorbereitet. Mit unseren Gedichten, ein paar Hockern und einer Lampe haben wir uns gegen 20:30 Uhr im Schlosspark Münster verteilt. Jede von uns hat sich einen eigenen Platz gesucht – meiner war direkt an der Gräfte (Wasser), unter großen Bäumen. Die Zuschauer*innen spazierten durch den Park und kamen auf 1, 2, 3 Gedichte bei uns vorbei, während es nach und nach dunkel wurde. Die Ruhe, die Unabhängigkeit und die magische Atmosphäre bei Vollmond im Park waren einfach toll.

Der Vollmond geht über einem Hausdach auf, drumherum sind Bäume.

Hier geht der Vollmond über den Ausläufern des Schlossparks auf – das Timing war einfach perfekt!

Am 30. Mai war die Premiere von IM STROM, einem Theaterstück über psychische Krisen, in dem Texte aus Schreibwerkstätten, z. B. in der Psychiatrie, ganz selbstverständlich neben Texten von berühmten Autor*innen stehen. Die Premiere hat mir großen Spaß gemacht, die zahlreichen Proben im Mai waren aber auch anstrengend, weil wir nacheinander zwei neue Darsteller einarbeiten mussten. Die ursprüngliche Besetzung war an Corona erkrankt. Inzwischen sind aber alle wieder fit und die letzten Aufführungen (24., 25. und 26. Juni) können wieder in der ursprünglichen Besetzung stattfinden.

IM STROM – Kritik in den Westfälischen Nachrichten, 1. Juni 2022

IM STROM – Kritik im Semesterspiegel, 21. Juni 2022

Ich war zum ersten Mal Live!

Am 26. Mai war ich zum allerersten Mal live auf Instagram. Ich habe mit Sandra Krüger über ihren Selbstlernkurs „Finde den Mut in Dir“ gesprochen. Daran habe ich vor ca. 1 Jahr teilgenommen, kurz nachdem ich in das Abenteuer Vollzeit-Selbstständigkeit gestartet war. Und obwohl ich schon damals wusste, dass ich meine introvertierte Art als Stärke für die Kommunikation ansehe, habe ich in Sandras Kurs nochmal richtig viel über mich gelernt. Besonders hilfreich fand ich das Thema Bedürfnisse. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich meinem Bedürfnis nach Ruhe und Allein-Zeit bis dahin nicht wirklich nachgegangen bin. Ich war so daran gewöhnt, mich an den (gefühlten) Ansprüchen anderer zu orientieren, dass ich manchmal gar nicht auf die Idee kam, mein Bedürfnis ernst zu nehmen, geschweige denn es laut auszusprechen. Und wenn doch, dann hatte ich oft ein schlechtes Gewissen. Das hat sich seit Sandras Kurs verändert.

Außerdem mag ich ihre Herangehensweise an das Thema Ängste. Ihr geht es nicht darum, die Angst loszuwerden, stattdessen haben wir ihr im Kurs zugehört. Für mich hat sich dabei herausgestellt, dass meine Angst, in bestimmten Situationen sicht- oder hörbar zu werden, mich vor unangenehmen Erfahrungen  beschützen will. Jetzt kann ich sie freundlicher betrachten, und es fällt mir auch leichter, ganz bewusst und mutig in die Sichtbarkeit zu gehen.

Das war natürlich auch Thema beim Live! Ich war ganz schön aufgeregt vorher, habe mich aber auch über die Gelegenheit gefreut. Das Live selbst ließ mich mit einem glücklichen Hochgefühl und der Lust, weiterzumachen, zurück.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Sandra | Coach & Mutmach Queen (@sandrakrueger__)

Was im Mai sonst noch so los war

  • Ich habe zwei 1 : 1 Sprechtrainings gegeben – meine ersten nach der Testphase! Das war aufregend und zugleich wunderschön. Eine Kundin wollte sich ganz konkret auf einen Auftritt vobereiten, die andere liebt Sprache und Literatur und möchte einfach mal was für sich tun. Und ich darf sie beide im Juni weiter begleiten, sie haben nämlich gleich mehrere Stunden gebucht 🙂
  • Ich war Testkundin bei Linda Köllen und durfte an einer ihrer Malreisen teilnehmen – ein sehr schönes Erlebnis, das mich belebt und mit meiner künstlerischen Seite verbunden hat.
  • Beim Herz & Zunge Podcast, den ich mit meiner Freundin und Kollegin Lena Bodenstedt hoste, ist diese Folge erschienen, und diese haben wir für den Juni aufgenommen. Sie ist inzwischen auch veröffentlicht.
  • Ich habe an einem Embodiment-Abend nach der KörperSinn Methode teilgenommen. Das war spannend, denn ich möchte meine Trainings gerne noch ganzheitlicher gestalten.
  • Meine Haare sind ca. 10 cm kürzer geworden.
  • Die Planung für unseren Islandurlaub im Juli ist weiter vorangeschritten und die Vorfreude steigt stetig.

Das habe ich im Mai gebloggt:

Ich zähle jetzt mal nur die Artikel, die ich auch wirklich im Mai geschrieben habe, das waren:

29. Mai 2022 – Wie ich wurde, was ich bin – mein Weg zur Kommunikationspädagogin

18. Mai 2022 – Wohin mit meinen Händen?

 

Das war mein Mai 2022 und darüberhinaus auch mein erster Monatsrückblick! Nachdem ich mit so viel Spaß an der Challenge von Judith Peters teilgenommen habe, wollte ich unbedingt auch ihre Struktur für den Monatsrückblick ausprobieren. Das hat mir das Schreiben enorm erleichtert!

Wie findest Du Monatrückblicke? Hast Du auch in Zukunft Lust, welche von mir zu lesen? Ich freue mich auf Dein Feedback!

Alles Liebe
Deine Paula